Studieninhalte der Ausbildung

Studieninhalte Hundeverhaltensberatung Ausbildung

Hundeverhaltensberater Ausbildung

Hundeverhaltensberatung Lehrplan (Übersicht)**

Sie haben die Möglichkeit, von den mit * gekennzeichneten Lektionen Auszüge aus den Skripten zu laden. Beachten Sie bitte, dass es sich nur um die Auszüge aus den Skripten handelt. Weiter unten finden Sie eine Erklärung zu den Kapiteln.

1. Grundlagen der Allgemeinen Verhaltensbiologie (Ethologie)

Lektion 1: Geschichte der Ethologie und das Ethogramm
Lektion 2: Verhaltensphysiologie 1
Lektion 3: Verhaltensphysiologie 2
Lektion 4: Lernen/Gedächtnis
Lektion 5: Verhaltensökologie 1
Lektion 6: Verhaltensökologie 2

2. Spezielle Ethologie des Hundes

Lektion 7: Abstammung der Caniden, „Sprache“, Verhalten und Sozialstruktur des Wolfes
Lektion 8: Domestikation, Geschichte des Hundes, Wolf und Hund im Vergleich, Mensch und Hund
Lektion 9: Videolektion, Ethogramm

3. Lernen und Erziehung des Hundes, Rassenkunde und Ontogenese

Lektion 10: Lernverhalten, Motivation und Ausbildungsmethoden beim Hund
Lektion 11: Mit dem Hund unterwegs, Antijagdtraining
Lektion 12 Rassetypen - trainings- und therapierelevante spezifische Besonderheiten
Lektion 13: Ontogenese - Welpen und Junghunde

4. Der Hund und seine Umwelt, Haltungsfragen

Lektion 14: Stressmanagement
Lektion 15: Mehrhundehaltung

5. Verhaltensstörungen und -therapie

Lektion 16: Angst und Angstverhalten - Ursachen und Vorgehensweise
Lektion 17: Aggression - Ursachen und Vorgehensweise
Lektion 18 a: Hyperaktivität, Bellverhalten, Territorialverhalten
Lektion 18 b: Probleme mit Auscheidungsverhalten, Futteraufnahme und Sexualverhalten
Lektion 19: Beschäftigung und Spiele - trainings- und therapierelevante Besonderheiten
Lektion 20a: Kommunikation mit Kunden
Lektion 20b: Beratungsgespräch
Lektion 21: Eine Einführung in die Praxisorganisation*
Lektion 22: Verhaltensstörungen und Verhaltenstherapie*
Lektion 23: Behandlung weiterer verbreiteter Verhaltensprobleme des Hundes*

* fakultative nicht prüfungsrelevante Lektionen

Hausaufgaben/Korrekturen:
Alle Lektionen des Studienganges "Hundeverhaltensberatung" werden anhand unserer Anweisungen durchgearbeitet. Die Hausaufgaben werden an uns zur Korrektur eingeschickt. Diese erhalten Sie mit belehrenden Kommentaren zurück.

Zeitaufwand je Lektion:
Art und Umfang des Lehrmaterials: (ca. 800 Std.)
23 Lehrbriefe, 5 Filme. 20 Auswertungen der Hausaufgaben, 23 Monate Lehrgangsdauer. Wöchentliche Bearbeitungszeit ca. 9 Zeitstunden.

Erklärung zu den einzelnen Kapiteln

Zu 1: Grundlagen der Allgemeinen Verhaltensbiologie (Ethologie)
Als Vorbereitung für die speziellen ethologischen Themen von Wolf und Hund haben wir mit verschiedenen Hochschuldozenten der Biologischen Fakultäten die verhaltensbiologischen Grundlagen in Form von sechs Lektionen vorbereitet, die jeder Tierverhaltensberater beherrschen muss, um spätere fachspezifische Themen umfassend zu verstehen.

Zu 2: Spezielle Ethologie des Hundes
Im speziellen ethologischen Teil wird das Verhalten von Wolf und Hund sowie die Domestikation und Geschichte des Hundes von Dr. Erik Zimen ausführlich und in spannender Form systematisch abgehandelt. Durch das in diesem Kapitel reichlich vorhandene Filmmaterial wird es ermöglicht, das Verhalten zu verschiedenen Funktionskreisen zuzuordnen und es im Kontext zu verstehen. Auch das Ausdrucksverhalten wird in diesem Zusammenhang beobachtet und gelernt. Weiterführende Artikel vom Dipl.-Biologen Joachim Leidhold zu Freilandstudien an Wölfen und Hunden sowie zu Rangordnung, Rudelstruktur und Dominanz schliessen dieses Kapitel ab.

Zu 3: Lernen und Erziehung des Hundes, Rassenkunde und Ontogenese
Eine besondere Bedeutung für Tierpsychologen, Verhaltensberater und Hundetrainer hat das Kapitel "Lernen und Erziehung des Hundes". Im Kapitel der allgemeinen Verhaltensbiologe haben Sie die allgemeinen Grundlagen von Lernen und Gedächtnis erarbeitet, verfasst von Dr. Prior, der als Experte für allgemeine Lernvorgänge gilt. In diesem Kapitel geht es um Lernverhalten, Motivation und Ausbildungsmethoden, bezogen auf den Hund.

Die Inhalte der ersten Lektion dieses Kapitels, geschrieben von der Biologin Sabine Winkler, erklären die lernbiologischen Grundlagen, die zu einem erfolgreichen Hundetraining führen. Hundeverhaltensberater erhalten hier grundlegende Kenntnisse darüber, wie die Lerntheorien sich bei der Therapie von Verhaltensstörungen einsetzen lassen. In der Lektion „Rassetypen - trainings- und therapierelevante rassespezifische Besonderheiten“ werden die verschiedenen Hundetypen und ihre Besonderheiten vorgestellt.

Die Welpen- und Jugendentwicklung ist von entscheidender Bedeutung für das spätere Leben eines Hundes. Hier kann viel schief laufen. Dr. Ute Blaschke-Berthold zeigt aus Sicht der Wissenschaft und der Praxis, worauf es wirklich ankommt und begutachtet einige weit verbreitete Ansichten zur Welpenentwicklung mit kritischem Blick. Die Lektion „Mit dem Hund unterwegs, Antijagdtraining“, geschrieben von Pia Gröning, ist sehr praxisbezogen. Alles, was einem auf dem täglichen Spaziergang mit dem Hund begegnen kann, wird hier sehr anschaulich bearbeitet. Es werden Lösungen angeboten und auch Maßnahmen vorgeschlagen, die helfen, dass sich ein Problemverhalten erst gar nicht etabliert.

Zu 4: Der Hund und seine Umwelt, Haltungsfragen
In der Hundehaltung wird zu wenig darauf geachtet, ob die Haltungs -und Lebensumstände den Hund zu sehr psychisch und körperlich stressen. Das begünstigt entscheidend die Entwicklung von Verhaltensproblematiken, worauf Dr. Ute Blaschke-Berthold fundiert hinweist. Ohne gezieltes Arbeiten an stressenden Faktoren des sozialen Umfeldes und der Haltungsumstände kann eine Verhaltensberatung nur bedingt erfolgreich sein.

Der Trend in der Hundehaltung geht hin zur Haltung mehrerer Hunde. Was dabei alles zu beachten ist, damit dies auch für alle Beteiligten zu einem harmonischen Miteinander wird - darüber klärt Maria Hense in der Lektion "Mehrhundehaltung" auf.

Zu 5: Verhaltensstörungen und deren Therapie
Die folgenden Lektionen zur Verhaltenstherapie geben dem Hundeverhaltensberater ein sicheres Fundament zu allen Verhaltensstörungen, um kompetent diagnostizieren und therapieren zu können.

Hier wird das komplette Repertoire der Verhaltensstörungen besprochen. Sehr umfassend werden die Themen “Angst und Aggressivität” in gesonderten Lektionen abgehandelt, geschrieben von Dr. Ute Blaschke-Berthold und Dr. Renate Jones. Dr. Silke Sarnow und Maria Hense schreiben detailliert zu Themen wie Hyperaktivität, Bellverhalten, Territorialverhalten, Probleme mit Auscheidungsverhalten, Futteraufnahme und Sexualverhalten.

Ergänzt wird der Themenblock der Verhaltensberatung durch eine Lektion über sinnvolle Beschäftigung in Haus und Hof, geschrieben von Christina Sondermann. Sie zeigt, wie man mit einfachen Mitteln erfolgreich gegen Arbeitslosigkeit, Langeweile und Stress im Alltag vorgehen kann. Einfache, sinnvolle Beschäftigung des Hundes ist ein wichtiger Baustein im Hundetraining und in der Verhaltenstherapie, welcher die Bindung zwischen dem Hundehalter und seinem Hund vertieft und festigt.

Um langfristig in Hundetraining und Verhaltensberatung erfolgreich zu sein, braucht es vor allem Kompetenz im Umgang mit Menschen, Empathie und Gespür, um sich nicht in all den Fallstricken zu verheddern, die in der Kommunikation unter Menschen entstehen. Dieses Thema wird in der Lektion "Kommunikation mit Kunden" von Dr. Cathleen Wenz erschlossen.

In der Lektion "Praxisorganisation und Beratungsgespräch" wird dargestellt, wie wichtig es ist, in der Beratung und Darstellung von Vorschlägen zu VT-Massnahmen einerseits einen klaren, übersichtlichen und leicht nachvollziehbaren Rahmen zu haben. Andererseits wird auch betont, wie wichtig es ist, sich nicht an starre Konzepte zu klammern, sondern sich individuell auf jede Situation, jeden Menschen und jeden Hund einzustellen.

Es werden Formulare zum Downloaden zur Verfügung gestellt, die für die Klientenbefragung hilfreich sind. Ebenso gibt es verschiedene Formulare, die man dem Tierbesitzer im Zuge der Behandlungsempfehlungen geben kann, damit die Compliance seitens der Besitzer erhöht wird. Diese erleichtern die Arbeit sehr und vermitteln einen professionellen Eindruck

Zu 6. Fakultativ buchbare, nicht prüfungsrelevante Lektionen
Anmerkungen zu den drei fakultativ buchbaren Lektionen von H.R. Askew, kommentiert von Ute Blaschke-Berthold und Joachim Leidhold:
Es ist noch nicht lange her, da waren strukturierte und kompetente Beratung auf dem Gebiet der Hundeverhaltenstherapie eher selten anzutreffen. Was vor allem fehlte, waren umfassende und informative Lehrwerke, die logisch aufgebaut und systematisch vorgehend in die Thematik der Verhaltenstherapie einführten und damit ein Gedankengerüst lieferten, auf das sich die Verhaltensberater in ihrer täglichen Arbeit stützen konnten. Hier leistete Henry R. Askew, der Autor der folgenden Skripten, Pionierarbeit von unschätzbarem Wert. Askew schrieb in den Neunziger Jahren (1996) eines der informativsten und umfangreichsten Werke zur Verhaltenstherapie bei Hunden.

Henry R. Askew war einer der Ersten, der Verhaltensberatung auf ein solides Fundament stellte, bestehend aus Anamnese, Diagnose und Therapieempfehlungen. Sein Werk gehörte fortan zum täglichen Rüstzeug in der Verhaltenstherapie. Das Werk von Askew zeigt allerdings auch die Grenzen der damals vorherrschenden Lehrmeinung auf. Immer mehr Verhaltensberater gelangten bei ihrer täglichen Arbeit zu der Überzeugung, dass die Betonung des dualistischen Prinzips von Belohnen und Strafen noch nicht "der Weisheit letzter Schluss" sein könne.

So investierten führende Verhaltensberater weltweit viel Zeit und Energie, um feinere Methoden der Verhaltenstherapie zu entwickeln, die den Aspekt der Unterdrückung unerwünschten Verhaltens immer weiter in den Hintergrund stellten und Methoden, die auf Belohnung und Erlernen von Alternativverhalten setzen, in den Vordergrund rückten. DIE ANGEWANDTE ETHOLOGIE WURDE ZUNEHMEND ZU EINEM WISSENSCHAFTSGEBIET, DAS BIS HEUTE DURCH EINE FÜLLE INTERDISZIPLINÄRER FORSCHUNGSARBEITEN ANWÄCHST.

An diese neuesten Erkenntnissen und Methoden in der Verhaltenstherapie setzen die Kommentatoren Dr. Ute BLASCHKE-BERTHOLD und Dipl. Biologe JOACHIM LEIDHOLD mit ihren Anmerkungen zu den vorliegenden Skripten von Henry R. Askew an.

Für Sie als Leser beinhaltet dieses Vorgehen eine große Chance, aber auch eine Herausforderung. Eine große Chance, weil Sie beim Durcharbeiten der überarbeiteten Askew-Skripten die Möglichkeit haben, an kontroversen Stellen verschiedene Argumentationslinien kennenzulernen, und Sie dadurch viel "Input" haben, um Ihre eigenen Ansichten und Überzeugungen auf einer fundierten Basis entwickeln können. Dies ist sehr wichtig, da in der "Hundeszene" zunehmend unterschiedlichste Ansichten vertreten und sehr kontrovers diskutiert werden. Sich in diesem Dschungel der Meinungen NICHT NUR eine eigene, SONDERN AUCH FUNDIERTE Ansicht erarbeiten zu können, ist für Ihre zukünftige Arbeit von unschätzbarem Wert. Daher empfehlen wir jedem angehenden Hundeverhaltensberater, die drei Lektionen von H.R.Askew zur Verhaltenstherapie in die Ausbildung mit einzubeziehen und durchzuarbeiten.

Fakultative Seminare/Praktika/Übungen, die zur Praxisreife führen

Wochenendveranstaltungen in der Schweiz, in Süd-, Mittel- und Norddeutschland

Modul 1: praxisbezogene Seminare zu "Lernen und Verhaltenstraining – Übungen aus dem Alltag"

  • Lernen und Erziehung I - Übungen aus dem Alltag
  • Lernen und Erziehung II - Übungen aus dem Alltag
  • Schulung der Beobachtungsgabe
  • Mit dem Hund unterwegs – u.a. Begegnungen mit Joggern, Radfahrern, Kindern, ängstlichen Leuten, Hühnern und Schafen, Antijagdtraining –
  • wie man Hunde vom Jagen abhält

Modul 2: Verhaltenstherapie und Beratung

  • VT- Aggressionen und weitere unerwünschte Verhaltensweisen
  • VT-Territorialverhalten und VT - Ressourcenverteidigung
  • VT-Trennungsstress beim Hund, Geräusch -und Gewitterangst, Urinieren und Koten im Haus
  • VT- Probleme ausserhalb des Hauses, beim Spaziergang Teil 1
  • VT- Probleme ausserhalb des Hauses, beim Spaziergang Teil 2
  • VT -Spektakel an der Leine, Konflikte bei Begegnungen von Hunden im Freilauf
  • VT- Das strukturierte Beratungsgespräch

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